Donnerstag, 16. Oktober 2014

Palmer - ein besonderes Chateau



Warum weiß der Himmel, aber ich liebe dieses Chateau. Vielleicht, weil ich so oft daran vorbei fahre. Vielleicht, weil es so gediegen aussieht, mit seinen Türmen. Der Garten, eher ein Park, der seines Gleichen sucht. Und die Inhaber sind doch so bodenständig und im aller besten Sinne "normal". Ach ja, und dann wäre da noch der Wein. Bei uns nicht unbedingt bekannt im Vergleich zu Namen wie Pontet Canet, Armailhac, Mouton oder Lafite Rothschild. Allerdings sind die Weine von Chateau Palmer meistens höher eingestuft worden, als der Rang des 3.eme. Cru es vermuten ließe. Nicht selten sind sie von Experten auf eine Stufe mit den Premier Crus gestellt worden. Und das absolut zu Recht. Wer hier mal vorbei fährt, auf der Straße von Bordeaux in Richtung Norden, der sollte unbedingt anhalten und Chateau Palmer kennen lernen. Ein Muss für jeden Weinliebhaber.  Übrigens, klasse ist auch der Zweitwein des Chateau, Alter Ego.


Mittwoch, 15. Oktober 2014

Herbstzeit


 Bild



















Die Farben in der Natur ändern sich, die Temperaturen fallen, Kerzenlicht erfüllt die Häuser. Was gibt es schöneres als einen klaren Herbstnachmittag, einen geschmackvoll gedeckten Tisch, Dekorationen aus dem Wald und dem Garten, und die aufkommende Erwartung an einen schönen Abend mit guten Freunden. Es gibt Rehrücken, Rotkohl, Kroketten, Soßen und alles was sonst noch dazu gehört. Natürlich darf auch ein guter Wein nicht fehlen. Unsere Gäste treffen ein und wir stehen in lockerer Runde zusammen. Gespräche über Belangloses, Aktuelles aus dem Dorf und gemeinsame Erlebnisse lassen schon am Anfang gute Stimmung aufkommen. Das Essen ist hervorragend. Den Sirius haben wir ca. 1 Stunde vor dem Essen geöffnet damit er "atmen" kann. Als wir "zum Wohl"  sagen, entfaltet der Wein bereits seine ganze Klasse. Da es allen offensichtlich gut gefällt wird der Abend lang und doch vergeht die Zeit wie im Fluge. Das machen wir im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder.  


Dienstag, 14. Oktober 2014

Grand Cru Classé

















Wenn man als Weintrinker an Bordeaux denkt, dann wohl in erster Linie an die legendären Grand Cru Classé Weine, die die Einzigartigkeit und den Mythos dieser Region ausmachen. 

Seit 1855 in einer Klassifikation zusammengefasst und in 5 Stufen aufgeteilt, findet man darunter die wohl berühmtesten Namen der Weinwelt. 

Die großen Bordeaux Wein Chateaux: Lafite und Mouton Rothschild, Latour, Haut Brion, Margaux, Cheval Blanc oder Ausone. Und nicht zu vergessen Petrus. 

Aber hier fängt es an kompliziert zu werden. Petrus kommt aus der Bordeaux Appellation Pomerol und Pomerol Weine unterliegen grundsätzlich keiner Klassifikation. Cheval Blanc und Ausone sind Saint Emilion Weine, die wiederum ihre eigene Hierarchie haben. Diese beiden sind dort die beiden einzigen Grand Cru Classé A Weine. 

Und die Grand Cru Classé Chateaux der Region Medoc verteilen sich im Wesentlichen nur auf die Gemeinden Pauillac und Margaux. Bis auf eine Ausnahme, die in Pessac-Leognan liegt. Am Ende liegen aber alle Gebiete in der Region Bordeaux.

Alles klar ? ;-)

Eines sollte man aber in jedem Falle bedenken. Nur an die großen Namen zu erinnern ist zu kurz gesprungen. Viele kleine Familienbetriebe machen heute den Reiz dieses großartigen Weinanbaugebietes aus.

Die Petit Chateaux. Hier werden häufig schon in 3., 4. oder gar  der 5. Generation hervorragende Weine angebaut. 

Jung, frisch, modern und doch traditionell, ein super Preis-Leistungsverhältnis und doch im Ausland häufig unbekannt. 

Also, Bordeaux zu verstehen ist kompliziert. Aber die Weine gehören immer noch zum Besten, was unser Erdball zu bieten hat.

Montag, 13. Oktober 2014

Der Duft des Weines


Am Abend vorher hole ich eine gute Flasche Wein aus dem Keller. So hat sie in der Küche Zeit, sich langsam an die Zimmertemperatur zu gewöhnen. Ein Rotwein sollte bei "chambre", also zwischen 16°-18°C getrunken werden. 

Für mich am liebsten ein Bordeaux.

Eine Stunde vor dem Genuss öffne ich die Flasche. So gebe ich ihm die Ruhe und Zeit, seine Aromen zu entfalten. Wein zu zelebrieren macht Spaß. Den guten Tropfen einzuschenken und sofort einen Schluck zu nehmen.....nein, heute nehme ich mir Zeit! 

Das einzigartige Bouquet kann man am besten erforschen, wenn man den Duft bewusst aufnimmt. 

Durch die Reife im Barrique (Eichenholzfass) bekommt jeder Wein seinen ganz eigenen Charakter. Rote und schwarze Früchte, Holz, Tabak, Schokolade und vieles andere mehr lassen sich je nach Wein so erkennen.

Natürlich haben auch die Böden auf denen er wuchs, die Trauben und deren Cuvee (Mischverhältnis der Rebsorten) sowie das Wetter im jeweiligen Jahr zu seinem unverwechselbaren Geschmack beigetragen. 

Erst als ich nach mehreren Minuten eine Vielzahl von Aromen und Düften erkannt habe, gönne ich mir den ersten, vorsichtigen Schluck.

Natürlich nimmt man sich nicht bei jedem Wein und auch nicht zu jedem Anlass so viel Zeit. Aber wenn man Spaß daran hat Weine richtig zu genießen, sollte man sich hin und wieder dieses kleine und durchaus entspannende Prozedere gönnen.

Ab sofort auch für Privatkunden geöffnet!

Hallo Freunde von Classic Bordeaux Wine,
nach dem wir die letzten 6 Monate im Bereich B2B erfolgreich in den Handel mit Bordeaux Weinen gestartet sind, ist es endlich soweit. Der Shop ist nun auch für Privatkunden geöffnet. Damit haben Sie die Chance unsere sehr hochwertigen Bordeaux Weine zu besonders fairen Konditionen zu erwerben. Durch unser ausgeklügeltes Beschaffungs- und Logistik-System, in dem wir ohne die üblichen Zwischenhändler oder Distributeure agieren, können wir Originalität und höchste Qualität unserer Weine garantieren. Sollten Sie auf unserer Seite Ihren speziellen Bordeaux Wein oder Jahrgang nicht finden, so schreiben Sie uns bitte. (info@classic-bordeaux-wine.com) Durch unser Sourcing Team in Bordeaux sind wir in der Lage Ihnen fast jeden Wein der Region Bordeaux innerhalb kurzer Zeit zu beschaffen. Nehmen Sie uns beim Wort. Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.
Mit besten Grüßen,
Marco Kreuzaler 

Sonntag, 28. September 2014

Einkaufsreise September 2014 / bordeaux





















Auf den beiden letzten Reisen hatte ich leider etwas Pech mit der Unterkunft. Dieses Mal wollte ich auf Nummer sicher gehen und so holte ich mir von meinen Geschäftspartner im Vorwege ein paar Tipps ein. 

Fündig wurde ich in Blanquefort, einem kleinen Städtchen nördlich von Bordeaux. Die Lage hier ist für meine Termine perfekt. 

Auf dem Weg zum ersten Chateau auf dieser Reise fahre ich mitten durch die Appellationen Haut Medoc und Margaux, bevor ich dann nach Saint Julien komme. Schon fast auf dem Weg nach Pauillac habe ich mein Ziel erreicht. 

Es ist für mich immer wieder ein tolles Gefühl an so legendären Chateau wie Palmer oder Margaux direkt vorbei zu fahren.

Wie gerne wäre ich jetzt Tourist, würde einfach anhalten, die Landschaft und die ganz besondere Atmosphäre genießen.

Auf der Rückfahrt halte ich an einer alten Relais-Station, die seit vielen Jahren ein einfaches aber sehr gutes Restaurant beherbergt. Hier kann man auf die Schnelle einen soliden und sehr günstigen Mittagstisch genießen. 

Nachmittags treffe ich mich dann mit einem großen Händler. Wir arbeiten mittlerweile sehr eng zusammen und tauschen uns zu aktuellen Themen aus.

Gegen 18 Uhr bin ich wieder im Hotel. Ein gelungener und erfolgreicher Tag.




Samstag, 27. September 2014

Weinlese 2014

Saint Julien, 23.09.2014



















Nun ist die Lese 2014 größtenteils eingefahren.

Bordeaux hatte in diesem Jahr gute Grundlagen im Frühjahr und viel Sonne im September.
Damit sieht es mal wieder nach einem guten Jahr für unsere Weine aus.

Wie auf dem Foto zu sehen, stehen die Trauben genau in der Woche in voller Reife, in der die Chateaux begannen die Weinstöcke abzuernten.  

Mein Gesprächspartner am 23.09.2014 ist Bruno. Er ist seit einer kleinen Ewigkeit Kellermeister eines legendären Chateau in Saint Julien. 

"Wir haben dieses Jahr Glück. Die späte Sonne und das trockene Wetter sind für die Ernte perfekt".

Hier werden die Großen Gewächse (Grand Cru) mit der Hand gelesen und dann sorgfältig im Chateau einzeln sortiert.

Dabei achten Bruno und sein Team sehr genau darauf, dass nur 1A Ware die strenge Kontrolle passiert. Schließlich hat man hier nicht mehr und nicht weniger als den Rang eines 2.eme Grand Cru Classé zu vertreten.